Flensburger Förde
Deutschlands bekannteste Surfspots sind vermutlich auch die teuersten – diese These stellten wir auf, als wir in St. Peter-Ording an einem Morgen gleich zwei Mal zur Kasse gebeten wurden: Kurtaxe 5 € und 15 € für zu frühes Befahren des Strandes! Und als sich auf dem Strandparkplatz gegen 11 Uhr schon über 300 Autos tummelten, schoss mir nur ein Gedanke durch den Kopf: ich muß weg!
Also auf nach Norden, wo die Ostsee erstklassige und noch absolut leere Surfspots zu bieten hat. Unser Ziel: Neukirchen an der Flensburger Förde, Deutschlands windiger Norden.
Viel Spaß an der Ostsee wünscht doppelloop.de!
Die Spots an der Flensburger Förde erreicht man über die A7 Richtung Flensburg. An der Ausfahrt Tarp verlässt man die Autobahn und fährt über Sörup nach Steinbergkirche. Geradeaus durch den Ort geht’s weiter Richtung Norgaard, nach ungefähr 4km geht’s links zum Camping Neukirchen an der alten Fähr-Anlegestelle.
Einen weiterer interessanter Spot liegt in Langballigholz. Einfach von Neukirchen Richtung Flensburg fahren, nach ca. 6 km erscheint der Yachthafen und ein Campingplatz direkt am Meer.

Camper sind an der Förde am flexibelsten. Sowohl in Neukirchen als auch in Langballigholz befinden sich Stellplätze direkt an den Surfspots, mit etwas Glück ist noch ein Platz in der ersten Reihe frei.
Aber auch Ferienhäuser – teilweise sogar Reet gedeckt – sind zu mieten. Informationen bekommt man u.a. beim Tourismusverband Schleswig Holstein TEL 0431/5600-100.

Der Surfspot in Neukirchen liegt direkt unterhalb des Campingplatzes, neben dem ehemaligen Anlegesteg der Dänemark-Fähren. Sowohl bei Westwind als auch bei Ostwind, den beiden Hauptrichtungen, findet man hier Sideshore – Verhältnisse vor. Bei West ist Neukirchen ein guter Freestyle- und Slalomspot , bei Ostwind kommen auch höhere Wellen die Förde hineingelaufen.
In Langballigholz hat man sowohl bei Ost als auch bei Westwind Slalombedingungen, da der Spot weiter innerhalb der Förde liegt .
Die Winde wehen generell das gesamte Jahr hinweg. Erfahrungsgemäß verstärkt sich die Windwahrscheinlichkeit zum Herbst hin, was jedoch nicht bedeutet, dass man die Flensburger Förde im Sommer meiden sollte. Auch im Juni hatten wir Windausbeuten von 70%, mit Spitzenwinden um Bft. 7!
Akzeptable Temperaturen gibt’s ab Mai bis ende September, danach sollte der dickste Neoprenanzug nicht vergessen werden.

Auf den Campingplätzen herrscht natürlich die Selbstversorgung. Auf vielen Campingplätzen werden Morgens Semmeln und Zeitungen geliefert, der Platzwart gibt Auskunft. Richtige Einkäufe macht man im nahen Steinbergkirche, bei Aldi und Spar gibt’s alles und natürlich das gute Flens.
Wer sich ein wenig durchfragt, kann beim Fischer exzellenten frischen Dorsch bekommen.
In Langballigholz gibt’s am Yachthafen diverse Läden, hier kann man sich auch mit Lebensmitteln eindecken - billiger als im Supermarkt ist es aber nicht.
Will man nicht mehr surfen, kann man schöne Radtouren machen, Rollerbladen etc. Oder man besucht das nahe Flensburg und fährt weiter nach Dänemark, z.B. nach Sonderburg.
Oder man macht BBQ und trinkt ein Flens!