Rhodos

Dass Griechenland eine Reihe erstklassiger Surfspots zu bieten hat, ist weithin bekannt. Viele dieser Surfspots liegen auf den Kykladen- und Sporaden - Inseln, eine der größten Inseln ist Rhodos. Die dicht vor der türkischen Grenze liegende Insel hat aber neben einigen hervorragenden Spots auch ein reichhaltiges kulturelles Angebot zu bieten, so dass auch an Flautentagen auf Rhodos keine Langeweile entsteht.

Der schnellste Weg nach Rhodos ist der per Flugzeug. Der internationale Flughafen der Insel wird regelmäßig von den großen deutschen Charterlinien LTU, Thomas Cook und Hapag Lloyd angeflogen. Der Flug dauert nicht länger als 3 Stunden, zu berücksichtigen ist die Stunde Zeitverschiebung.

Am Flughafen sollte dann möglichst der gebuchte Mietwagen parat stehen, da die verschiedenen Surfspots und Sehenswürdigkeiten auf der Insel sehr verstreut sind und daher ein wenig Flexibilität nicht von Nachteil ist. Viele große Reiseveranstalter bieten günstige „fly&drive“ Arrangements an.

Wer mit dem Wohnmobil anreist, nimmt in Triest, Venedig, Ancona oder Bari die Fähre nach Patras und fährt dann via Korinth nach Athen. Von dort fahren dann Fähren nach Rhodos.

Bereits seit den späten 60er Jahren spielt der Tourismus auf Rhodos eine große Rolle. Auf der einen Seite schafften die Besucher viele wichtige Arbeitsplätze, die andere Seite ist vor allem im Nord-Osten der Insel um Rhodos-Stadt zu sehen: gigantische Hotelblöcke. In diesen Anlagen kommen Pauschalurlauber oft sehr günstig unter, Soulsurfer sind in diesen Bunkern fehl am Platz.

Traditioneller geht es im Süden der Insel zu, hier findet man die Bausünden der letzten Jahrzehnte kaum. Romantiker mieten sich in dem kleinen, schönen und autofreien Städtchen Lindos ein. Leider ist dieser Ort von den Surfspots weit entfernt und man hat von dort einen schlechten Überblick über die Windverhältnisse auf der Insel.

Viele große Surfreiseveranstalter bieten Angebote zu den Stationen im Norden sowie im Süden (Prasionisi) an.

Auch Camper können auf der Insel unter mehreren Stellplätzen wählen. Vorsicht ist jedoch beim Wildcampen geboten: Gerüchte über Ärger mit der Polizei und hohe Strafen kursieren immer wieder.

Die Surfspots befinden sich vornehmlich an der Westküste der Insel. Hier hämmert im Sommer der Meltemi mit voller Wucht.  Gute Adressen um sein Board zu wässern sind direkt in Rhodos-Stadt, oder etwas süd- westlicher bei Trianda.

Der vermutlich beste Spot der Insel befindet sich an ihrem südlichsten Punkt: Prasionisi.
Vor kurzem benötigte man noch einen Jeep, um die schlaglöcherübersäte Schotterpiste, die die letzten 7km zum Spot führt, zurückzulegen. Mittlerweile ist die Strasse geteert,  abenteuerlich wird’s erst wieder wenn das griechische Militär hier Manöver durchführt.

Der Spot befindet sich an einer Sandbank, die Rhodos mit einer vorgelagerten Insel verbunden hatte. Ein Frühjahrssturm durchbrach diesen natürlichen Damm vor wenigen Jahren. Seit dem kann man mit dem Surfbrett die Sandbank umsurfen, und muss folglich nicht mehr Material schleppen, wenn man von Welle in Luv zu Flachwasser in Lee wechseln will. Direkt am Spot befindet sich neuerdings eine Pro-Center-Surfstation, für Material und Ersatzteile ist gesorgt.

Die Vorzüge der griechischen Küche müssen wir an dieser Stelle vermutlich nicht weiter hervorheben. Freunde von Souflaki, Gyros, Mussaka, gefüllten Weinblättern und Retsina kommen natürlich auch auf Rhodos voll auf ihre Kosten. Das Essen in den Restaurants hat teilweise türkische und italienische Einflüsse, der berühmteste Weißwein der Insel ist der fruchtige Lindos.

In Rhodos Stadt gibt es mittlerweile auch Filialen der großen Fast-Food-Ketten. Ebenfalls in Rhodos Stadt und in Faliraki tobt das wildeste Nachtleben  der Insel. Glücksritter gehen in das Casino im Grand Hotel, Rhodos Stadt.

Neben dem Windsurfen kann man auch diverse andere Sportarten ausüben. Das Hinterland bietet herrliche Strecken zum Wandern und Radfahren, in Rhodos Stadt und in größeren Hotels können Ausrüstungen geliehen werden.

Wer lieber am Wasser bleibt, kann an vielen Stränden Jet Skis mieten, Wasserski fahren oder Schnorcheln. Lediglich das Scuba-Tauchen ist wegen den sich unter Wasser befindenden kulturellen Schätze verboten!

Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich die Sehenswürdigkeiten der Insel. Mit dem Mietwagen oder Roller erreicht man die Festung Monolitos und  das Kloster Moni Tsambika. Letzteres liegt auf einem Berg direkt am Meer und bietet nach einem kurzen Aufstiegen einen spektakulären Ausblick über die Ostküste der Insel.

Pflicht ist ein Ausflug nach Lindos. Der Ort an der Ostküste ist sicherlich eine der großen Attraktionen von ganz Griechenland.  Die autofreie Altstadt besteht aus weißen Flachdachhäusern, die wohlhabende Kaufleute und Seefahrer im 17. und 18. Jahrhundert erbauen ließen.  Durch die schmalen Gassen führt der Weg zu der über dem Ort auf einem 116 Meter hohen Fels liegenden Akropolis. Aber aufgepasst: tagsüber und vor allem im Sommer wird Lindos von Touristengruppen regelrecht geflutet, dann sollte der Ort Abends besucht werden, wenn in den Gassen Ruhe einkehrt und in den Tavernen gemütlich gegessen und getrunken wird.

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