Sardinien
Auf Sardinien gibt es viele mehr oder weniger bekannte Surfspots. Auf unserer Reise sind wir diesmal in Porto Pollo hängen geblieben, was natürlich nicht bedeutet, daß wir die anderen Spots demnächst nicht auch noch bereisen und Euch davon berichten werden.
Porto Pollo ist wie viele andere Surfspots für das campende Volk sehr interessant. Die Anfahrt mit dem Auto von München aus (713 KM) geht über Garmisch, dann Richtung
Italien über den Brenner (A22). Danach wechselt Ihr auf die A1 Richtung Parma, dann auf die A 15 Richtung La Spezia und schließlich auf die A 12 Richtung Livorno. Bei der Ausfahrt Livorno folgt Ihr einfach der Beschilderung: Porto /
Corsica Ferries / Sardinia Ferries / stazione maritima
Die Kosten für diese Route belaufen sich in Österreich auf den Preis für die Vignette (ca. 7 €) und die Europabrücke (8 €). Wollt Ihr Euch die Europabrücke sparen
könnt Ihr auch bei Zirl-Ost von der Autobahn abfahren und über Innsbruck auf der Landstrasse bis Matrei am Brenner fahren. Bei dieser Route einfach der Beschilderung in Innsbruck folgen.
In Italien schlägt die Autobahnmaut noch mit ca. 25 € zu buche.
Solltet Ihr über Stuttgart anreisen könnt Ihr auch folgende Route wählen:
Über A 81 Richtung Zürich, durch die Schweiz bis zur A 9 Richtung Mailand, dann Richtung
Parma (A 1), La Spezia (A15) und Livorno (A12). Hier ist die Autobahnmaut in Italien günstiger (ca. 20 €), allerdings müsst Ihr in der Schweiz eine Jahresvignette kaufen (40 Schweizer Fränkli!)
Bei der Ausfahrt Livorno folgt Ihr
einfach der Beschilderung: Porto / Corsica Ferries / Sardinia Ferries / stazione maritima
Im Hafen von Livorno habt Ihr mehrere Möglichkeiten nach Sardinien überzusetzen.
z.B.: -direkt nach Sardinien (9Std.) mit Corsica/Sardinia Ferries
- über Korsika (4Std.), dann ca. 2,5 Std. Fahrt in den Süden (von Bastia nach Bonifacio),
und dann noch 1 Std. Überfahrt nach Sardinien (Bonifacio-> S. Teresa)
Die Tarife findet Ihr unter: www.corsicaferries.com oder www.sardiniaferries.com (angeblich ist hier eine Onlinebuchung möglich, allerdings hat es bisher nicht funktioniert!) Bucht Ihr Hin- und Rückfahrt zusammen spart Ihr Euch 50 % auf den Preis für die Rückfahrt des Autos. Wichtig: Es gibt natürlich auch noch weitere Fährgesellschaften!! (Eine LWK Fähre fährt über Nacht, man kann im Auto übernachten-> vor Ort erkundigen)
An Unterkünften mangelt es hier nicht.
Campingplätze und Bungalows stehen euch zur Verfügung. Allein im Norden gibt es 5 Campingplätze. Einer der besten ist wohl der „Isola dei Gabbiani“. Auf einer Halbinsel kann man sich mit Camper oder Zelt hinstellen wo man will. Bungalows sind hier auch vorhanden.
Preise findet Ihr unter: www.isoladeigabbiani.it
Auf dem Campingplatz ist Selbstversorgung (Supermarkt) oder Restaurant angesagt, ansonsten muss man etwas fahren um zu nächsten Restaurant zu kommen.
Für gesellige Abende ist auf dem Campingplatz auch noch eine kleine Kneipe eingerichtet.
In Porto Pollo habt Ihr meist Flachwasser bis Miniwelle, bei starkem Mistral eine kleine Welle. Auf dem Foto oben kann man sehen dass hier je nach Windrichtung eine Seite Flachwasser mit ablandigem Wind und eine Seite kleine Wellen mit auflandigem Wind bietet, das heißt auch Anfänger können bei stärkerem Wind gute Fortschritte erzielen.
Wie überall in Europa sollte man hier auch die größeren Segel nicht vergessen, was nicht bedeutet dass der Mistral, Scirocco oder Poniente nicht auch mal mit 8 Bft. anrücken können.
In den Hauptferienzeiten ist es hier übrigens auch wichtig die Vorfahrtsregeln zu beachten!!
Die Isola dei Gabbiani, die den Spot in 2 Hälften teilt, ist mit Steinen umgeben, auf denen sehr viele Seeigel hausen, Barfüßler also aufgepasst!
Empfohlene Reisezeit für diesen Spot ist der April bis Oktober. Angeblich ist im Mai mit der besten Windausbeute zu rechnen, 2000 war wohl eine Ausnahme!
September und Oktober sind gut zu empfehlen, da hier der Wind meist konstanter als im Hochsommer ist und die Temperaturen aber immer noch angenehm sind, sowohl Wasser als auch Luft.
Mit Material ist der Spot gut durch die ansässige Surfschule (Roberto Ricci und Neil Pryde) mit dem dazugehörigen Shop ausgerüstet. Infos auch unter www.silvestri.it
Da es hier nicht immer weht kann man aus einem reichhaltigen Freizeitangebot schöpfen.
Zu empfehlen sind vor allem die Ausflüge mit dem Mountainbike. Ansonsten lohnt es sich die verschiedenen kleinen Inseln mit dem Motorboot zu erkunden (25 PS, ohne Führerschein, ca. 75 €/Tag +Benzin).
Die größeren Inseln (La Maddalena, Spargi, Caprera) kann man mit kleinen Fähren ab Palau anfahren (z.B. mit dem Mountainbike).
Die gesamte Ostküste lohnt ebenfalls für tolle Ausflüge mit dem Auto. Viele kleine Ortschaften verstecken sich entlang der felsigen Küste in kleinen Schluchten . Hier kann man schöne Yachthäfen begutachten.